Schwangerschaft

Akupunktur während der Schwangerschaft

Die Schwangerschaft ist eine besondere Phase im Leben einer Frau. Manche Frauen erleben sie unbeschwert und voller Energie, andere kämpfen mit vielfältigen körperlichen oder seelischen Beschwerden. Gerade nach einer vorausgegangenen Fehlgeburt können auch Ängste und Sorgen eine Rolle spielen – dafür nehme ich mir gerne Zeit und habe immer ein offenes Ohr.

Ich begleite Sie in dieser Zeit ganzheitlich mit TCM, Craniosacraltherapie und Gesprächstherapie – je nachdem, was gerade gebraucht wird, kombiniere ich diese Methoden individuell.

Als Mutter von zwei Kindern habe ich selbst zwei schwierige Schwangerschaften durchlebt, in denen mir die Akupunktur persönlich sehr geholfen hat. Ich verstehe deshalb gut, welche Ängste und Sorgen Schwangere haben können, und unterstütze Sie gerne mit meiner ganzen Erfahrung und meinem Fachwissen.

Die eigentliche Versorgung während der Schwangerschaft liegt in den Händen der Hebammen – viele von ihnen bringen selbst eine fundierte Zusatzausbildung in Akupunktur mit. Über meine Grundausbildung der Chinesischen Medizin hinaus habe ich gezielte Weiterbildungen zur schwangerschaftsbegleitenden Akupunktur absolviert und verfüge über zusätzliche Kenntnisse in chinesischer Arzneimittelkunde und Diagnostik. Ich verstehe mich hier als ergänzende Fachfrau und freue mich jederzeit über fachlichen Austausch und Kooperationen mit Hebammen – sprechen Sie mich gerne an.

Akupunktur in der Frühschwangerschaft

Für viele Frauen ist es ein besonderer, oft lang ersehnter Moment, wenn der Schwangerschaftstest endlich positiv ist. Gerade in dieser sensiblen Anfangszeit ist es sinnvoll, weiterhin regelmäßig begleitet zu werden: Besonders in den ersten Schwangerschaftswochen empfehle ich eine wöchentliche Akupunkturbehandlung bis zur zwölften Schwangerschaftswoche. Das gilt insbesondere nach einer künstlichen Befruchtung in einem Kinderwunschzentrum. Die Akupunktur kann dabei stärkend, beruhigend, und ausgleichend wirken.

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Fetale Toxine ausleiten

Aus Sicht der Chinesischen Medizin sammeln sich während der Schwangerschaft im Körper der Mutter sogenannte fetale Toxine – ein Konzept, das die westliche Medizin nicht kennt. Nach dem Verständnis der Chinesischen Medizin findet die Ausleitung dieser Toxine besonders zu den Zeitpunkten der Trimesterwechsel statt, also um die 15. und 28. Schwangerschaftswoche, meist von alleine und ganz natürlich. Manche Schwangere bemerken das an Anzeichen wie Juckreiz, Durchfall, vermehrtem Schwitzen, vermehrtem Ausfluss, Hautveränderungen oder Müdigkeit – ein gutes Zeichen aus Sicht der TCM.

Treten diese Anzeichen nur kurz auf und klingen von selbst wieder ab, hat der Körper den Prozess bereits erfolgreich abgeschlossen – eine Behandlung ist dann nicht nötig. Bleiben diese Anzeichen dagegen aus, kann eine begleitende Akupunktur ihn begünstigen. In meiner Praxis biete ich diese Behandlung jeder Schwangeren in der zweiten Hälfte der 15. und 28. Schwangerschaftswoche an, sofern bis dahin keine natürliche Ausleitung zu beobachten war.

Lageanomalien

Moxibustion, das gezielte Erwärmen von Akupunkturpunkten, ist eine Methode aus der Chinesischen Medizin. Sie kann bei Lageanomalien wie z. B. der Beckenendlage angewendet werden. Wichtig ist, wenn möglich bereits ab der 34. Schwangerschaftswoche mit der Behandlung zu beginnen, bevor das Baby zu groß wird und sich möglicherweise nicht mehr drehen kann. Aus Sicht der Chinesischen Medizin fehlt dem Kind in diesen Fällen häufig die nötige Energie (Qi und Yang), um sich von selbst in die optimale Lage zu drehen; die Wärmebehandlung soll genau das unterstützen. Die erste Behandlung, die etwa 30 Minuten dauert, führe ich selbst durch: Ich erkläre der werdenden Mutter die Handhabung der Moxazigarre sowie was dabei zu beachten ist. Anschließend kann die Mutter die Behandlung zu Hause für 10 Tage allein fortsetzen – täglich 10 bis 20 Minuten. Wichtig: Die Behandlung sollte auch dann nicht vor Ablauf der 10 Tage abgebrochen werden, wenn sich das Baby bereits gedreht hat, damit es in der neuen Lage bleibt.

Geburtsvorbereitende Akupunktur

Um den Körper der werdenden Mutter auf die Geburt vorzubereiten, biete ich die geburtsvorbereitende Akupunktur ab der 36. Schwangerschaftswoche an. Die Behandlung findet in der Regel einmal wöchentlich bis zum errechneten Geburtstermin statt. Studien deuten darauf hin, dass die Akupunktur die Eröffnungsphase der Geburt verkürzen und die Reifung des Gebärmutterhalses unterstützen kann; teils wurde auch ein geringerer Bedarf an Schmerz- und Wehenmitteln beobachtet.

Zur Geburtsvorbereitung empfehle ich meinen Patientinnen gerne auch die Craniosacraltherapie. Sie kann entspannend und ausgleichend wirken und dabei helfen, mögliche Verspannungen z. B. im Becken, Kreuzbein, unteren Rücken oder Beckenboden sanft zu lösen.

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Akupunktur bei Geburtsterminüberschreitung

Manche Schwangerschaften dauern etwas länger als errechnet. Dann kann eine gezielte Akupunktur den Körper der werdenden Mutter dabei unterstützen, sich auf die bevorstehende Geburt einzustimmen. Dabei werden alle zwei Tage Akupunkturpunkte gewählt, die sich auf die Wehentätigkeit auswirken können. Diese Akupunkturbehandlung führe ich gerne begleitend zur Betreuung durch Hebamme oder Arzt durch, die über etwaige medizinische Maßnahmen wie die Geburtseinleitung entscheiden.

Starke Erschöpfung nach der Geburt

Die Betreuung im Wochenbett liegt in den Händen der Hebammen. Mein fachliches Wissen verstehe ich in dieser Zeit als ergänzendes Angebot.

Eine Geburt kann sehr kräftezehrend sein. Aus Sicht der Chinesischen Medizin werden dabei Qi und Blut verbraucht – deshalb sollten die ersten Tage danach als Erholungsphase gesehen werden. Auch der Wochenfluss, der in dieser Zeit einsetzt, wird aus TCM-Sicht als eine Art Reinigung verstanden. Schon ab der Geburt können kräftigende chinesische Wochenbettsuppen eine wertvolle Unterstützung sein: Sie bestehen aus Arzneimittelkräutern, die einer Suppe hinzugefügt werden, und lassen sich über zertifizierte chinesische Apotheken beziehen. Ab dem 10. Tag kann dann gezielt der Aufbau von Qi und Blut durch Akupunktur unterstützt werden, damit die Mutter wieder zu Kräften kommt.

Themenliste

Häufig kommen schwangere Frauen mit folgenden Themen in meine Praxis:

  • Schwangerschaftsübelkeit und Erbrechen
  • Schlafstörungen
  • Stimmungsschwankungen
  • Müdigkeit und Erschöpfung
  • Erkältungen – Nebenhöhlenentzündungen – Halsschmerzen
  • Schmerzen (z. B. Kopf, Nacken, Hüfte, Ischias)
  • Sodbrennen
  • Wassereinlagerungen
  • Hämorrhoiden
  • Lageanomalien
  • Karpaltunnelsyndrom
  • Akupunktur bei Geburtsterminüberschreitung
  • Laktationsstörungen
  • Akupunktur zur Stärkung nach der Geburt

Bei Fragen oder zur Terminvereinbarung kontaktieren Sie mich gerne, auch ein unverbindliches Erstgespräch ist möglich.