Gua sha

Gua Sha

Gua Sha ist eine traditionelle Schabetechnik aus der Chinesischen Medizin, die seit Jahrhunderten angewendet wird. In meiner Praxis setze ich Gua Sha vor allem ergänzend zur Akupunktur ein. Gerade bei Rückenschmerzen und Verspannungen im Nacken gehört Gua Sha zu den bewährten Methoden in meiner Praxis.

Was ist Gua Sha?

Gua Sha könnte wörtlich übersetzt werden mit „Gua“ schaben, „Sha“ für das, was ausgeleitet werden soll – sichtbar an der dabei entstehenden Hautrötung. Diese Methode gehört zu den ausleitenden Verfahren der Chinesischen Medizin. Dabei wird die Haut mit einem speziellen Schaber entlang der Meridiane und Muskelstränge bearbeitet. Ursprünglich wurden hierfür Jade oder Büffelhorn verwendet – aus hygienischen Gründen setze ich in meiner Praxis auf Einmal-Holzspatel.

Die Grundlagen aus Sicht der Chinesischen Medizin

Aus Sicht der Chinesischen Medizin liegt bei Schmerzen eine Stagnation des Qi vor, das oft als Lebensenergie übersetzt wird und immer frei im Körper zirkulieren sollte. Gua Sha kann dabei helfen, die Stagnation des Qi zu lösen und die Durchblutung anzuregen, um so das körpereigene Gleichgewicht zu unterstützen.

Wie läuft eine Behandlung ab?

Nach einer ausführlichen Anamnese wird die zu behandelnde Region mit einem milden Öl eingerieben. Mit dem Schaber werden dann in fließenden Bewegungen bestimmte Hautareale und Meridianverläufe, meist am Rücken und Nacken, bearbeitet. Dabei können charakteristische Hautrötungen (Petechien) entstehen – ein Zeichen der gesteigerten Durchblutung. Diese Verfärbungen sind in der Regel harmlos und bilden sich innerhalb weniger Tage zurück.

Mögliche Wirkungen

Aus Sicht der Chinesischen Medizin werden mit den gezielten Schabebewegungen folgende Impulse verbunden:

  • Durchblutung: Anregung der Mikrozirkulation im behandelten Bereich
  • Muskulatur: mögliches Lösen von Verspannungen und Reduzierung des Muskeltonus
  • Lymphfluss: Unterstützung beim Transport von Stoffwechselprodukten über die Lymphbahnen
  • Wohlbefinden: Spürbare Erleichterung und Entspannung im Anschluss an die Behandlung

Traditionelle Anwendungsbereiche

Gua Sha wird in der Chinesischen Medizin unter anderem bei folgenden Themen eingesetzt:

  • Verspannungen im Nacken- und Rückenbereich
  • Muskelverspannungen und muskuläre Verhärtungen
  • Unterstützend bei Erkältungsbeschwerden
  • Spannungskopfschmerzen
  • Zur Förderung des allgemeinen Wohlbefindens

Wichtige Hinweise

Gua Sha ist nicht geeignet bei:

  • Hautverletzungen, offenen Wunden oder entzündlichen Hauterkrankungen im Behandlungsbereich
  • Blutgerinnungsstörungen oder Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten

Bei Fragen oder zur Terminvereinbarung kontaktieren Sie mich gerne, auch ein unverbindliches Erstgespräch ist möglich.

zurück zur Startseite