Gesprächstherapie
Bei der Gesprächstherapie handelt es sich um eine wertschätzende Form der Begleitung, bei der Sie mit Ihren Gedanken und Gefühlen im Mittelpunkt stehen und Raum bekommen, sich selbst und Ihre Anliegen klarer wahrzunehmen.
Begonnen habe ich meine Ausbildung in Gesprächstherapie aus einem ganz persönlichen Beweggrund: In der Chinesischen Medizin werden Körper und inneres Erleben nicht getrennt betrachtet – deshalb frage ich in jeder Erstanamnese auch nach dem emotionalen Befinden. Sobald ich Menschen Raum dafür gab, wurde dies dankbar angenommen, und mir wurde zunehmend deutlich, wie groß der Bedarf ist, Menschen auch auf dieser Ebene professionell abzuholen. So habe ich die Gesprächstherapie als letzten Baustein in mein Behandlungsspektrum aufgenommen – gerade weil viele Menschen den Schritt zu einer klassischen Psychotherapie als große Hürde empfinden, wollte ich hier einen zugänglicheren Weg schaffen.
Was ist Gesprächstherapie?
In der Gesprächstherapie nach Carl Rogers steht der Mensch im Mittelpunkt – mit all seinen Gedanken, Gefühlen und Erfahrungen. Ich begegne Ihnen dabei mit Wertschätzung, Warmherzigkeit und Akzeptanz – ohne Bewertung und ohne dass ich das Gespräch in eine bestimmte Richtung lenke. Diese Haltung ist kein Zufall, sondern beruht auf einem klaren therapeutischen Konzept: Rogers beschrieb drei zentrale Grundhaltungen als Voraussetzung für echte Veränderung – Empathie, bedingungslose Wertschätzung und Kongruenz, also die Echtheit, mit der ich Ihnen als Mensch begegne, statt eine Rolle zu spielen. Mein Ziel ist es, Ihnen einen Raum zu geben, in dem Sie sich selbst und Ihre Anliegen klarer wahrnehmen können.
Wichtig zu wissen: Die Gesprächstherapie, wie ich sie anbiete, ist keine Psychotherapie im rechtlichen Sinne und ersetzt diese auch nicht. Als Heilpraktikerin arbeite ich mit den Grundhaltungen der personenzentrierten Gesprächstherapie nach Carl Rogers, um Sie bei der Reflexion und Bewältigung von Lebensthemen zu begleiten. Bei schwerwiegenden psychischen Erkrankungen empfehle ich Ihnen, sich zusätzlich an eine approbierte Psychotherapeutin oder einen approbierten Psychotherapeuten zu wenden.
Wie ich arbeite
In unseren Gesprächen nehme ich Ihre persönlichen Grenzen wahr und respektiere sie. Es gibt kein festgelegtes Tempo und keinen Druck, bestimmte Themen anzusprechen. Sie entscheiden, was Sie mitteilen möchten und wie tief Sie in ein Thema eintauchen wollen – ich begleite diesen Prozess, ohne ihn zu forcieren.
Für eine gute Gesprächstherapie ist es entscheidend, dass Sie sich bei mir wohlfühlen und mir vertrauen können. Genau dazu dient die erste Sitzung: Sie ist ein erstes Kennenlernen, bei dem Sie ein Gefühl dafür bekommen, ob die Chemie zwischen uns stimmt. Danach können Sie frei darüber entscheiden, ob ich die richtige Therapeutin für Sie bin. Wenn Sie die Gesprächstherapie fortsetzen möchten, werden in der Regel 3–5 Termine vereinbart. Anschließend erfolgt eine Rückschau auf die bisher stattgefundene Entwicklung, und es wird das weitere Vorgehen besprochen.
Für wen geeignet
Die Gesprächstherapie eignet sich für alle, die eine Lebenssituation oder eine schwierige Entscheidung in einem geschützten Rahmen reflektieren möchten – ganz ohne das Gefühl, sich dafür rechtfertigen zu müssen. Zu den Themen, mit denen Menschen zu mir kommen, zählen unter anderem:
- Aktuelle Lebenssituationen, die Sie beschäftigen
- Themen aus der Vergangenheit, die noch nachwirken
- Beruflicher Umbruch oder berufliche Neuorientierung
- Persönlichkeitsentwicklung und Weiterentwicklung
- Trauer und Abschied
- Beziehungsthemen
- Selbstwertfragen
- Schwierigkeiten im Ausdruck von Gefühlen
- Konfliktsituationen
- Innere Unruhe und Erschöpfung
- Ängste
- Begleitend bei Kinderwunsch oder nach einer Fehlgeburt
- Nach einer schwierigen Schwangerschaft oder Geburt
Je nach Thema kann die Gesprächstherapie auch gut mit anderen Verfahren kombiniert werden.
Ergänzende Verfahren
Neben dem Gespräch selbst lässt sich die Gesprächstherapie bei Bedarf um weitere Verfahren ergänzen:
Focusing:
Während es im Gespräch oft naheliegt, ein Thema gedanklich zu ordnen und zu verstehen, eröffnet das Focusing nach Eugene Gendlin einen anderen Zugang: Hier steht nicht der Verstand im Vordergrund, sondern das Wahrnehmen über den Körper. Statt ein Thema gedanklich zu analysieren, richten wir die Aufmerksamkeit bewusst nach innen und lassen zu, was sich dort körperlich zeigt – diesen Vorgang nennt man Interozeption, also das Wahrnehmen innerer Körperempfindungen. Dabei wird zunächst bewusst hingespürt, bevor versucht wird, dieses körperliche Empfinden in Worte zu fassen. Im Alltag wird eine solche Wahrnehmung häufig übergangen und kaum bewusst registriert. Erst wenn wir diesem inneren Erleben Raum geben, kann sich zeigen, was wirklich hinter einem Gefühl oder Thema steckt – und genau darin liegt der Unterschied zu einer rein verstandesbasierten Betrachtung: Sie bleibt oft an der Oberfläche, während der körperliche Zugang tiefer und unmittelbarer wirkt.
Craniosacraltherapie:
Als Vollheilpraktikerin kann ich die Gesprächstherapie außerdem mit körperorientierten Verfahren wie der Craniosacraltherapie ergänzen. Das ist möglich, weil meine Heilpraktikererlaubnis – anders als eine auf das Fachgebiet Psychotherapie beschränkte Heilerlaubnis – das gesamte Spektrum der Naturheilkunde abdeckt.
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Gerne begleite ich Sie mit meinem Angebot aus Gespräch und Körperarbeit auf Ihrem Weg zu mehr Klarheit und innerem Wohlbefinden.
Akupunktur:
Auch die Akupunktur kann bei psychischen Themen unterstützend wirken, da die Chinesische Medizin Körper und Emotionen als untrennbare Einheit betrachtet. So lässt sich die Gesprächstherapie je nach Thema auch mit Akupunktur kombinieren.
Bei Fragen oder zur Terminvereinbarung kontaktieren Sie mich gerne, auch ein unverbindliches Erstgespräch ist möglich.

