Craniosacrale Therapie

Craniosacrale Therapie - Praxis Annika Mende

Bei der craniosacralen Therapie handelt es sich um eine sehr sanfte und behutsame Art der manuellen Körpertherapie. Ihre Wurzeln findet die craniosacrale Arbeit in der Osteopathie. Seither hat sie sich als eigenständige Therapie weiterentwickelt. Sie kann sowohl bei einer Vielzahl von körperlichen Beschwerden als auch bei Beschwerden seelischer Natur wirksam sein. Die geschulten Hände eines Craniosacraltherapeuten erfühlen bei der Behandlung Verspannungen und Blockaden und lösen diese sanft auf. Zusätzlich werden die Selbsheilungskräfte des Körpers aktiviert. Über das Craniosacrale System ist der Kopf (Cranium) durch die Wirbelsäule mit dem Kreuzbein (Sacrum) verbunden. Innerhalb dieses Systems erfühlt der Behandler einen sanften Rhythmus, ähnlich einer Atembewegung, und arbeiten mit diesem Rythmus, der sich über den ganzen Körper erstreckt. Dies kann eine tiefe Entspannung und eine Neuausrichtung der Körpersturkturen zu Folge haben. Ich empfinde die craniosacrale Körpertherapie als eine wunderbare Möglichkeit für Körper, Geist und Seele, tiefe Ruhe und Entspannung zu erfahren und in einen Raum der Stille und des Wohlbefindens einzutauchen. Gerade für Säuglinge und Kinder ist diese schmerzfreie Art der Behandlung zu empfehlen. Meist reichen wenige Behandlungen aus, bis die Beschwerden behoben sind.

Für wen ist diese Therapieform geeignet?
Bei jung und alt ist die craniosacrale Therapie anwendbar. Hier gibt es keine Altersbegrenzung. Bereits kurz nach der Geburt kann mit der craniosacralen Therapie begonnen werden, denn es handelt sich um eine sehr sanfte und trotzdem effektive Therapieform.

Warum ist eine Craniobehandlung bei Säuglingen sinnvoll?
Nicht immer verläuft eine Geburt so, wie es sich die werdenden Eltern vorgestellt haben. Manchmal wird die Geburt für Eltern und Kind zu einem höchst emotionalen, sogar traumatischen Erlebnis, mit dem nicht selten körperliche und oder seelische Beschwerden einhergehen. Gerade bei Säuglingen ist es sinnvoll, nach der Geburt eine craniosacrale Therapie in Anspruch zu nehmen.  Der enorme Druck, der bei der Geburt auf den Kopf des Kindes ausgeübt wird, kann nicht nur Auswirkung auf die Form des Kopfes, sondern auch andere Körperregionen haben.  

Was ist das Craniosacrale System?
Der Kopf (Cranium) ist über die Wirbelsäule mit dem Kreuzbein (Sacrum) verbunden. Die Schädelknochen und die Wirbelsäule sind wie eine harte Hülle oder ein stützendes Gerüst. Vom Gehirn ausgehend zieht ein Teil des Nervensystems durch die Wirbelsäule und belebt durch Nervenimpulse den ganzen Körper. Erst die Zusammenarbeit von Nervensystem und Muskulatur macht aus dem Skelett eine funktionierende und lebendige Einheit. Dies wurde mir zum ersten Mal bewusst, als ich mich im Anatomieunterricht fragte, warum das Anatomieskelett nicht von allein stehen konnte, sondern aufgehängt werden musste.
Während man lange davon ausging, das insbesondere die Schädelknochen im Laufe des Lebens verknöchern und somit unbeweglich werden, stellte der Arzt und Gründervater der Ostheopathie William Sutherland fest, dass alle Strukturen im Körper, und insbesondere die Schädelknochen, von einer sehr sanften und rhythmischen Bewegung durchdrungen werden. Dieser Rhythmus erstreckt sich ausgehend vom Gehirn über die Wirbelsäule zum Kreuzbein und ist von dort ausgehend in allen Körperteile vom Kopf bis zum kleinen Zeh spürbar. Diesen Rhythmus nannte er „craniosacralen Rhythmus“.

Wie wird mit dem craniosacralen Rhythmus gearbeitet?
Als Craniosacraltherapeutin arbeite ich immer mit meinen Händen. Sie sind meine Werkzeuge mit denen ich den cranisacralen Rhythmus wahrnehme. In meinen ersten Ausbildungsstunden als Cranio-Therapeutin fragte ich mich oft „Wo soll denn da ein Rhythmus sein“? Doch es ist ähnlich wie bei einem Blinden, der lernt mit seinen anderen Sinnen die Welt wahrzunehmen. Meine Hände mussten erst eine Sensitivität entwickeln. Heute nehme ich mit meinen Händen wahr, in welchem Zustand sich die einzelnen Strukturen des Körpers befinden. Dazu beginne ich meist an den Füßen des Patienten. Ich verschaffe mir zuerst einen Überblick über den allgemeinen Zustand im Körper und palpiere (betaste), ob ich den Rhythmus überall im Körper gleich wahrnehmen kann. Bei Anspannungen oder Blockaden ist der Rhythmus verändert wahrnehmbar und meine Aufgabe besteht darin, durch verschiedene Techniken sanft und ohne Druck die Blockade zu lösen. Umso mehr die Blockaden und Spannungen im Körper gelöst werden, stellt sich auch für den Patientin eine deutlich spürbare Entspannung und Stille ein und körperliche Beschwerden und Schmerzen verschwinden. Das ist es auch, was der Begründer der Ostheoapthie meinte, als er sagte „Struktur und Funktion bedingen sich gegenseitig“. Der ganze Körper besteht aus unterschiedlichen Gewebsstrukturen, deren Funktion und Form untrennbar miteinander verbunden sind. Wenn die Körperstruktur eingeschränkt ist, hat dies auch eine Auswirkung auf die Funktion des Körpers.

Grenzen meiner Behandlung:
Akute Infektionen, Unfälle, schwere Erkrankungen und schwere psychische Beeinträchtigungen gehören in die Hand eines Schulmediziners. Diese kann ich nur unterstützend begleitend.

 

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